Ko-operation
Magdeburger Technik für Universität in VietnamWie aus Reisschalen Strom werden kann
Von Philipp Hoffmann
Magdeburg. Wissenschaftler aus Vietnam wollen mit Hilfe des Magdeburger Fraunhofer-Instituts prüfen, inwieweit aus den Schalen von Reis und anderen Abfällen Energie gewonnen werden kann. Im Auftrag der Technischen Universität Hanoi hat das Fraunhofer-Institut eine Verbrennungsanlage für Biomasse entwickelt. Sie soll im September nach Hanoi geliefert und dort zu Forschungszwecken eingesetzt werden.
Die vietnamesischen Wissenschaftler versprechen sich davon Erkenntnisse, die für eine dezentrale Stromversorgung in dem Land wegweisend sein könnten. Die Idee : Dörfer ohne Stromversorgung beschaffen sich eine preisgünstige Energiequelle, indem Reisschalen, Bambus, Schilfgras, Zuckerrohr oder minderwertige Kohle in derartigen Anlagen verbrannt werden.
Die im Fraunhofer-Institut entwickelte und von einer Magdeburger Firma gebaute Anlage arbeitet mit der so genannten zirkulierenden Wirbelschichtfeuerung : Zerkleinertes Brennmaterial wird mittels zugeführter Luft durch ein O-förmiges Rohr geblasen und auf 650 Grad erhitzt. Durch die Verbrennung steigt die Temperatur auf 800 bis 900 Grad. Die freiwerdende Wärme kann dann in Strom umgewandelt werden.Die vietnamesischen Wissenschaftler versprechen sich davon Erkenntnisse, die für eine dezentrale Stromversorgung in dem Land wegweisend sein könnten. Die Idee : Dörfer ohne Stromversorgung beschaffen sich eine preisgünstige Energiequelle, indem Reisschalen, Bambus, Schilfgras, Zuckerrohr oder minderwertige Kohle in derartigen Anlagen verbrannt werden.
Die Universität in Hanoi erneuert derzeit mit Hilfe der Weltbank ihre Laborgeräte. Die Bank trägt auch die Kosten von 250 000 Euro für die Anlage aus Magdeburg.

